Im Rahmen dieses Projektes sind für die Steuerung der FIA ein neues Doppelrechnersystem in einem Systemschrank mit daran angeschlossenen zwei Bedienplätzen mit je zwei Monitoren sowie einem Bedienplatz für die Fahrplanbearbeitung und Fahrplanpflege beauftragt. Als Endgeräte für die Fahrgastinformation sind insgesamt 20 LCD-Anzeiger Typ 5 und 12 Anzeiger Typ 4, eine Tafel Typ 7, 16 Zughaltsensoren, 4 Stelen mit 40-Zoll TFT-Monitoren auf denen die Abfahrts- und Ankunftsdaten angezeigt werden sowie 31 TFT-Monitore als Voranzeiger und 2 TFT-Monitore im Reisezentrum der DB am Ostbahnhof beauftragt worden.
Für die Kundeninformation sind hier erstmals Monitore der neuesten Bauart mit HD-Auflösung zum Einsatz gekommen. Dadurch ist die Darstellung auf den Monitoren noch brillanter, insbesondere im Bereich der Anzeigen von Grafiken und Symbolen sowie bei der Verwendung von kleinen Schriftfonts.
Das FIA-System ist auf den drei Stationen zudem noch mit den automatischen Ansagegeräten unseres Schwesterunternehmens im Funkwerk Konzern, der Hörmann Funkwerk Kölleda, verbunden. Über diese Ansagegeräte werden, gesteuert durch die FIA, die zeitgerechten Ansagen zur Zugeinfahrt, zur Bereitstellung von Zügen, zur Begrüßung der Reisenden und der Information zu den möglichen Anschlusszügen in deutscher und in englischer Sprache ausgegeben.
Zudem verfügt das System über eine Schnittstelle zum Externen Verteiler der DB Netz AG. Über diese Schnittstelle werden die aktuellen Zugpositionen von den Zugstandortsystemen der DB Netz AG an den FIA-Server übermittelt und anhand der im FIA-System hinterlegten Fahrplandaten das zeitgerechte Einstellen der Anzeigemedien durchgeführt sowie die Ansagen zur Reisendeninformation ausgegeben.
Weiterhin sind hier zum ersten Mal im Bereich der Deutschen Bahn AG neue Softwarekomponenten zum Einsatz gekommen. Diese neuen Softwarekomponenten sind notwendig geworden, um den Anforderungen der DB AG aufgrund der neuen Richtlinien zur Beschallung gerecht zu werden.
Diese neuen SW-Entwicklungen setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen. Zum einen ist hier die Anpassung der FIA-Software an die Behandlung der Geschäftsvorfälle aufgrund der Vorgabe der neuen DB-Richtlinie (RIL 508) zu nennen und zum anderen wurde hier Augenmerk auf eine Redundanz der Datensicherung sowie die hohe Verfügbarkeit des Serversystems durch Einsatz des Linux-Betriebssystems (SUSE Linux Enterprise 11) und den dazugehörigen neuesten Betriebssystemkomponenten gelegt.
Außerdem kam im Rahmen dieser Neuentwicklung das Fahrplansubsystem CAIMAN zum Einsatz, bei dem eine äußerst komfortable Oberfläche für die Bearbeitung und Pflege von Fahrplandaten zur Verfügung gestellt wird und durch dessen Einsatz der Zeitaufwand für die Fahrplanbearbeitung um mehr als 65% reduziert werden konnte. Weitere Highlights in dem hier zum Einsatz gekommenen Fernbahn-Release-2 sind das Abschalten der Hinterleuchtung an den Endgeräten und der damit verbundenen Energieeinsparung in Zeiten der Betriebsruhe, der automatischen Ermittlung zur Anzeige der Unterwegsbahnhöfe auf unterschiedlichen Typen von Endgeräten sowie einer einheitlichen Darstellung der Bahnhofsbezeichnungen durch Nutzung der DB-Standardvorgaben (DS100-Codes).
In enger Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber wurden und werden auch noch weitere Funktionalitäten entwickelt und deren kundenspezifische Anpassung in das System integriert. Dies betrifft die komfortable Umsetzung einiger spezieller Geschäftsvorfälle, die in diesem Regionalbereich der DB AG Anwendung finden.